Samstag, 10. März 2007

ABBA

Hallo Leute!!!

Heute habe ich mir wieder zwei Freunde eingeladen. Und? Na, heute sind ABBA dran. Wir hören uns, und das wird eine Menge Spaß bringen, die ABBA-Platte "Gold" an und werden sie, wie es auf meinem Blog schon Tradition hat, jedes Stück kommentieren. Na, seid ihr gespannt? Dann unbedingt weiterlesen. Meine Freunde sind übrigens Matthias und Sebastian.
Los geht´s.

Dancing Queen

Sacha: Super, der beste Song als erstes.
Sebastian: Ich hab jetzt schon keine Lust mehr.
Sache: Ich find es total super.
Matze: Dieser Song ist ein einziger Refrain.
Sebastian: Meine Mutter besaß Discostiefel mit Korkabsätzen.
Sacha: Das hat ja wohl gar nichts mit dem Stück zu tun.
Sebastian: Für mich schon.
Sacha: Ich find es nach wie vor super.
Sebastian: Wie auch immer.
Matze: Toll instrumentiert. Synthiebläser am Anfang...
Sacha: Das sind keine Bläser. Das sind Streicher.

Pause

Matze: Das jetzt sind Streicher.
Sacha: Habt ihr irgendeine positive Erinnerung an einen Zeitpunkt in eurem Leben, zu dem dieses Stück den Soundtrack bilden könnte?
Sebastian: Nö!
Matze: 1980 in Hannover. Die Wohnung meines Onkels. Onkel Fred. Wir tanzen. Ich bin sechs Jahre alt. Ich hatte eine Bettwäsche mit einem Schäfer drauf. Daran erinnert es mich.
Sebastian: Wer hat denn jetzt gewonnen?

Knowing me, knowing you

Matze: Mein Onkel Fred sieht übrigens ein bisschen so aus wie Benny.
Sacha: Das Stück find ich nicht so gut.
Matze: Ich auch nicht.
Sebastian: ich find das irgendwie geili.
Matze: Ich mag diese Rockgitarren.
Sebastian: Diese Suzy Quatro-Gitarren.
Sacha: Die hören sich aber noch ein bisschen anders an. Oder?
Sebastian: Jaja.
Matze: Die Quatro nehmen wir nächste Woche durch.
Sebastian: Mit Chris Norman im GangBang.
Sacha: Ihr seid echt Tölpel!
Matze: Feuer geh mit mir!
Sacha: Breaking up is never easy/ but I had to go. Das ist doch toll. Das ist einfach aber auch schwierig.
Sebastian: Die Gitarre hat was sehr Versöhnliches.
Sacha: Passt das denn zum Inhalt?

Take a chance on me

Sebastian: Oh, Gott.
Matze: Die erste Beatbox der Geschichte.
Sebastian: Der Background könnte auch von den Prinzen sein.
Sacha: Das stimmt ja wohl gar nicht. Der Background ist Benny beim Joggen gekommen. Da hat er so geatmet und plötzlich hatte er dieses tchktchk im Kopf.
Matze: Weil er schon 25 Kilometer gelaufen war.
Sebastian: Der Softiteil gefällt mir, wo Anna und Agnetha so...
Matze: Ich mag den Discobeat.
Sacha: Wenn man erst mal drin ist, ist es gar nicht sooo schlecht.
Sebastian: Der Background könnte aber wirklich von den Prinzen sein.
Sacha: Babababababababababa...
Matze: Das find ich ja albern!

Mamma Mia

Matze: Herr Rossi sucht das Glück.
Sacha: Das find ich schon zu musicalmäßig. Gefällt mir gar nicht.
Sebastian: Schwedischer Agentenfilm.
Sacha: Aus welchem Jahrzehnt?
Sebastian: Zeitlos.
Matze: Hat auch wieder versöhnliche Teile.
Sacha: Ich denke, das ist die Quintessenz aller ABBA-Songs. Gerade dieses paarmäßige zwingt der Band ja geradezu auf, versöhnlich zu sein. Oder? Gerade auch in der Zeit, als sie getrennt waren und trotzdem noch Band sein MUSSTEN.
Sebastian: Hm,...

Lay all your love on me

Sacha: Na, da geh ich ja wohl total ab, wa?
Sebastian: Glaspalast der Tränen.
Sacha: Lay all your love on me. Hammerrefrain.
Matze: Das war auf einer gekauften Kassette meiner Eltern.
Mein Bruder hörte Dschinghis Khan und ich habe sein Tape zerstört.
Sebastian: Seide auf nackter Haut. Verfolgungsjagd.
Sacha: Ja, so ähnlich. Das hatte ich auch im Kopf. Das hab ich aber auch schon bei Take a chance on me im Kopf gehabt.
Matze: Ich weiß, warum du immer aber schreibst.
Sacha: ?

Super Trouper

Sacha: Schön. Wenn nach ein paar Takten die ganze Band einsetzt. Schön. Mehr nicht. I was sick and tired of everything. Das ist schon wieder so unglaubliches Schulenglisch auf den Punkt gebracht aber dann im Refrain ein Begriff, den keine Sau kennt bzw. mit dem keiner was anfangen kann.
Matze: Hannover.
Sebastian: Braunschweig.
sacha: Bin ich eigentlich der Einzige, der das hier ernst nimmt?
Matze: Du weißt ja nicht was ich hier fühle.

Sebastian geht auf Toilette. Matze streicht sich im Takt der Musik durchs Haar. Sacha tippt und erfreut sich am Song.

I have a dream

Sacha: Unerträglicher Anfang. Dieses Gefiepse. Schrecklich.
Sebastian: Das könnte auch Nicole sein.
Matze: Ralph Siegel hat geklaut.
Sebastian: Aber gar nicht schlecht.
Matze: An Nicole hat mich immer diese riesige Gitarre fasziniert. Und dieser durchgestylte Grand Prix-Auftritt.
Sebastian: Wie eine Elfe.
Sacha: Eine pummelig Elfe.
Sebastian: Eine Elfe mit dunklem Geheimnis.
Matze: Mit dunklem Haar.
Sacha: I have a dream.
Matze: Ich find das Lied volksliedmäßig. Wie´s anfängt.
Sebastian: Ist das nicht gegen den Krieg?
Sacha: Das Lied?
Sebastian: Jaja...
Matze: Gegen welchen Krieg?
Sebastian: Krieg im Allgemeinen.
Matze: Diese mandolinenmäßige Sache erinnert mich immer an die Griechen an der Ecke. Taverna.
Sebastian: War Schweden eigentlich mal im Krieg. Also, so richtig?
Sacha: Ja, im 17. Jahrhundert. Die haben da schon ne richtige Tradition. So wie dieses Blog. Unerträglich auch dieser verfickte Kinderchor.
Matze: Ich find den ja super.
Sebastian: Ich hab den noch gar nicht gehört.

The winner takes it all

Sacha: Das sind diese drei Titel: Dancing Queen, Lay all your love.. und The winner takes it all. Grandios. Da fall ich um und merks erst mal nicht.
Matze: Das Lied soll gespielt werden, wenn ich sterbe!
Sacha: WÄHREND du stirbst?
Matze: Ich sehe Freddy Mercury mit Madonna am Ende des Tunnels. Es gibt mir ein gutes Gefühl.
Sacha: Das wirst du auch brauchen, wenn du stirbst.
Sebastian: Dann müsste Madonna aber vor dir sterben.
Matze: Davon geh ich aus.
Sebastian: Ich nicht.

Ein kleiner, lieber Streit entwickelt sich zwischen einigen Freunden.

Sacha: Das ist ein großer Song.
Sebastian: Ich finde diese Art von Pathos ätzend.

Money, Money, Money

Sebastian: Jaja, das liebe Geld.
Sacha: Das ist mir zu Gimmick. Wie ein Song über Hasen oder so.
Matze: Ist schon wieder so musical. Andrew Lloyd Webber.
Sacha: Stimmt.
Matze: Aber tolle Kesselpauke.
Sebastian: Sowas muss man erst mal schreiben.
Matze: Find ichs blöd, weil ichs als abgeschmackt empfinde oder war es, als es neu war, auch schon so blöd? Fürs Empfinden.
Sacha: Da fällt mir immer Pink Floyd ein.
Sebastian: Ute Lemper.
Matze: Der Money-Song von Pink Floyd ist nämlich auch ganz schrecklich.
Sebastian: Eine bemüht moderne Ute Lemper.
Sacha: Kann man einen Song über Geld schreiben, der überzeugend ist, egal, was man über Geld sagt in diesem Song?
Sebastian: Wu-Tang Clan.
Sacha: Häh?
Sebastian: Na, der Wu-Tang Clan eben.

S.O.S.

Alle seufzen eine Runde.

Chiquitita

Sacha: Unerträglich. Hüphüphüphü...
Sebastian: Find ich gar nicht so schlecht.
Sacha: Stimmt.
Matze: Ist euch schon mal aufgefallen, dass einige Songphrasen nur entstehen, weil man kein Muttersprachler ist. Zum Beispiel: There´s no way you can deny it. Das würde ein Engländer nie so singen.
Sebastian: Englisch als Soundvehikel.
Sacha: Pfrrr.
Matze: Oh, die Kesselpauke schon wieder.
Sebastian: Da zieht ein Unwetter auf.
Matze: Aber der Titel ist total albern.
Sacha: Machst du mal ein bisschen leiser.
Matze: Ich hab schon...
Sacha: Ja, aber die kommen erst immer im Refrain so bumsig.
Matze: Da sind die Mandolinen schon wieder.
Sebastian: Find ich gar nicht so schlecht.
Matze: Ich glaube es ging ihnen auch viel mehr um den Klang des Namens. Das ist wieder so ein "Benny beim Joggen"-Ding.
Sacha: Da würde ich dir echt mal zustimmen.
Sebastian: Beim Schwimmen fällt einem so was nicht ein.
Matze: Zum Ende kommt wieder so Sirtaki.

Rechner abgestürzt. Matze gegangen. Wir machen weiter. Zu zweit.

Fernando

Sacha: Es kommt mir so vor, als hätte ich das heute schon mehrmals gehört. Die Flöten künden von einer Ankunft. Geht es vielleicht sogar um Jesus?
Sebastian: Die Flöten berichten uns von einer fremden Welt.
Sacha: Einer guten?
Sebastian: Einer ach so fremden...
Sacha: Matze erinnert dieses Stück ja immer an Nicole. Das kann ich ja einfach mal so in den Raum werfen. Es erinnert ihn auch an eine Elfe.
Sebastian: Eine Elfe mit einem dunklen Geheimnis.

Pause

Sebastian: Irgendwo ist jetzt gerade Krieg.
Sacha: Schon, aber irgendwo ist jetzt auch Frieden.
Sebastian: Nach Frieden kommt Krieg und nach Krieg kommt Frieden.
Sacha: Fernando.

Voulez vous

Sebastian: Rollschuhfahren in den Straßen von San Francisco.
Sacha: Immer die Straßen runter.
Sebastian: Kennst du eigentlich Patrick Pacard?
Sacha: Schon.
Sebastian: Ananas im Schnee.
Sacha: Ach, Patrick Pacard!
Sebastian: Wer?
Sacha: Das Ding ist immer Disco aber in verschiedenen Genres.
Sebastian: Ich höre Arabien raus.

Pause

Sacha: Ach, Ananas im Schnee! Matze hat ja durch diese Sendung Angst vor Scannerkassen bekommen.
Sebastian: Patrick Pacard. Das endet doch in der Wüste, oder? Da sind wir wieder bei Arabien.
Sacha: Topp!
Sebastian: Ach Matze, du fehlst.

Gimme! Gimme! Gimme! (A man after midnight)

Sebastian: Wenn man das Madonna-Sample rausnimmt, bleibt von dem Stück nicht viel übrig.
Sacha: Aber der Refrain haut wieder alles raus. Die Refrains von ABBA gehen eigentlich immer.
Sebastian: Das is´n Megadiscostomp.
Sacha: Topp!
Sebastian: Eigentlich wieder so ein Rollschuhding. Mit Discolicht.
Sacha: In deiner Disco vielleicht. Bei mir ist das Stück viel mehr Gangster, so pimpmäßig, im Auto rumcruisen und was aufreißen. Gimme! Gimme! Gimme! halt. Nur halt in schwul, oder so!
Sebastian: Bei mir ist noch Licht in der Disco.
sacha: Bei mir werden schon die Säbel geschliffen.
Sebastian: Du Strandpirat.

Does your mother know

Sacha: Das singt ja ein Mann!
Sebastian: Ach ja, genau. Status Quo light.
Sacha: Topp!
Sebastian: Status Quo - netter Mittelteil (ganz witzig) - Status Quo. Fertig.
Sacha: Topp!

One of us

Das Lied widmen wir Matze. Er sitzt jetzt im Bus in einen Stadtteil, den wir nur aus Erzählungen kennen.

Sebastian: Fernando.
Sacha: Und irgendwo ist Krieg.
Sebastian: Und Frieden.
Sacha: Und Krieg.
Sebastian: Topp!

The name of the game

Sebastian: Dazu könnte ich mir ein geiles 70er-Jahre-Video vorstellen. Die Band, luftig bekleidet auf einem riesengroßen Schachbrett. Wer wird gewinnen?
Sacha: The name of the game. Das is ja wohl sowas von auf den Punkt gebracht. Schach!!!
Sebastian: Matt!!!


Thank you for the music

Sacha: Das ist fast schon zynisch, wenn man bedenkt, wie lange wir schon an dieser Besprechung sitzen. Ja, wieder Musical. Klar. Aber catchy bis zum Kotzen.
Sebastian: Oh Gott, und wieder so versöhnlich.

Pause

Sebastian: Krieg macht auch erst angeschossen richtig Spaß.
Sacha: Topp!!!

Waterloo

Sebastian: Apropos...
Sacha: Topp!!!


So, das wars. Wir hoffen, es hat euch gefallen und ihr lest auch unsere nächsten Besprechungen durch. Geplant sind unter anderem: Rondo Veneziano, Supertramp und Milva. Bald! Hier! Bald! Topp!

Ach ja, unsere Kommentare zu den Songs auf der Beatles-CD "1" findet ihr nach wie vor hier.

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