Donnerstag, als der letzte Interessent für die Zimmer abgesagt hat, habe ich einen ziemlichen Rappel bekommen, denn mir wurde klar, dass ich höchstwahrscheinlich hier raus muss, wenn am Montag nicht doch noch jemand zusagt.
Ich habe mich in meinem Zimmer umgesehen und dann habe ich daran gedacht, dass ich auf dem Dachboden noch so viel Kram habe, der irgendwie transportiert werden will, wenn ich hier raus muss. Und dieser ganze Kram fliegt jetzt nach und nach in den Müll. Ich habe Donnerstag angefangen und heute hatte die Aktion ihren vorläufigen Höhepunkt, denn meine Nochmitbewohnerin ist aus Hamburg gekommen, um schon mal Zeug, das sie nicht nach Hamburg mitnehmen will, zum Wertstoffhof zu fahren. Das war eine Überraschung. Ich habe mich gleich dazugesellt und viel, wirklich VIEL Mist weggeschmissen.
Was ich auf dem Dachboden noch für alte Klamotten hatte. Pullover von vor 15 Jahren. Warum? Und die kompletten Neunziger sind in Form von Cinema und Zillo ins Altpapier gewandert. Etliche Bücher, die ich auf dem Dachboden gelagert habe sind auch weg. Mögen aus ihnen neue Bücher und Magazine entstehen.
Vom Gefühl her muss noch mehr weg. Herr Albrecht, der gestern Abend miterleben konnte, wie übertrieben ich alles weggeschmissen habe meinte, dass ich mich sicher ärgere, wenn das Zeug erst mal weg ist. Das wird bestimmt so sein aber letztendlich muss er DAS Zeug, wenn ich umziehe, nicht tragen ;-)
Als nächstes muss ich noch eine Ladung Klamotten in die Altkleidersammlung bringen, dann sortiere ich Bücher aus, die ich hier in der Wohnung habe, die ich aber mit Sicherheit niemals mehr lesen werde. Werde bei Gelegenheit eine kleine Liste ins Blog stellen und wer möchte kann sich die Dinger dann abholen.
Das braucht doch echt alles keiner, was sich so ansammelt. Und außerdem mag ich dieses Gefühl, dass dieser Kram jetzt weg ist. Ich fühle mich gleich viel leichter. Was gut ist, denn ich werde immer schwerer.

Von wegen Streik. Ich überlege, was ich noch wegschmeißen könnte.
Brohm - 16. Feb, 12:40