PLATTENBEREDEN

Sonntag, 8. April 2007

Münchener Freiheit

Mittlerweile warten die Menschen im Netz schon darauf. Unsere regelmäßigen witzigen wie auch belehrenden Besprechungen besonders guter Best-Of-Platten. Nach den Beatles, ABBA, A-HA und Simon & Garfunkel, sind heute mal die Boys von der Münchener Freiheit dran.

Ohne dich

Sacha: Ich sags mal gleich frei raus. Ich bin ein Riiiiiiiiiiiiiiesenfan von den Jungs. Ehrlich.
Sebastian: Bevor er anfängt zu singen, macht man sich auch schon mal Gedanken.

Pause

Sebastian: Leinewebermarkt. Ich war das erste Mal verliebt und saß im "Schmetterling" und dieses Lied lief. Alles andere ist Geschichte.

Matthias zuckt mit den Schultern.

Sacha: Ich werde im Laufe dieser CD mehrmals darauf eingehen, dass man Lieder der MF gerade auch als Homosexueller besonders gut hören kann. Ich sag aber bescheid, wenn es soweit ist.
Sebastian: Das ist so sehr meine eigene Geschichte, dass ich nicht weiß, ob das Lied überhaupt gut ist.
Sacha: Das ist ein Lied, das einfach alles sagt. Es ist so rein und jedes Wort stimmt und auch der Inhalt ist so wahr.
Sebastian: Auf dem Land und auch in der Stadt.
Sacha: Es ist zeit- und ortlos. Und glücklicherweise singt Stefan auch nicht eine Frau an. Also nicht explizit.
Sebastian: Stefan ist voll ehrlich.
Sacha: Ehrlich drückt es am besten aus.
Sebastian: Danke.

Matthias zuckt immer noch mit den Schultern.

Sacha: Das ist Selbstaufgabe pur. Aber nicht so, dass man keinen Respekt mehr vor Stefan hätte. Es ist eine sehr reine Selbstaufgabe. Liebe irgendwie. Wie geht das?

Sebastian singt den Refrain mit. Er interpretiert ihn auch neu. Die ersten SMS treffen ein. Bezüglich unserer Bandauswahl. Medienübergreifendes Musikhören.

Liebe auf den ersten Blick

Sebastian: Blumfeld haben das nie geschafft. Und sind jetzt zerbrochen.
Matthias: Ich sage euch, woran es liegt, MF waren interessanter produziert.
Sacha: Die Refrains brechen immer so in die...

Pause

Sacha: Das ist ja schon eher Schlager aber ich komme gut klar damit.
Sebastian: Wenn man verliebt ist, ist man ein kleines Mädchen.
Sacha: Du bist auch nicht verliebt wie ein kleines Mädchen, hihi...

Matthias zuckt nach wie vor mit den Schultern.

Matthias: Es ist halt guter Powerpopschlager.
Sacha: Mit rockiger Rockgitarre.
Matthias: Powerpop.
Sebastian: Die wollen so richtig Liebe auf den ersten Blick.
Sacha: Zu mir soll er aber auch kommen...

Tausendmal du

Sebastian: Ui, uiuiuiuiuiuiuiiiii...
Sacha: Der Anfang verspricht immer so viel aber er hält es, gottverdammt, auch.
Sebastian: Das ist der Trick bei den Songs. Man verliebt sich sofort und nach drei Minuten ist alles aus.

Sacha lacht lauthals auf. Er erkennt die Wahrheit.

Matthias: Ich finde Billy von Tokio Hotel singt manchmal genauso.

Sachas Lachen verstummt.

Sacha: Ich wollte es ja anmerken: hier wird wieder keine Frau angesungen. Wisst ihr was das für einen jungen, verwirrten Jungen vom Land bedeutet?
Matthias: Powerpop?
Sacha: Nein, das bedeutet, dass er noch verwirrter wird.
Sebastian: Ich war auch verwirrt.
Sacha: Ich war aber verwirrter. Das lass ich mir nicht wegnehmen.
Sebastian: Du warst auch schwuler.
Sacha: Du ja wohl auch...
Sebastian: Stimmt! Aber mit Mädchen.
Sacha: Mädchenmädchenmädchen...
Sebastian: Jungsjungsjungs...

SOS

Sebastian klatscht mit. Nur nich im Takt.

Sacha: Ich fühl mich auch isoliert.
Sebastian: Kaum zu glauben, dass das nach denen niemals eine deutsche Band besser gemacht hat.
Sacha: MF sind die wohl englischste Band unter den Deutschen, weil sie einfach perfekte zeitlose aber auch etwas kitschige Musik machen. Versteht ihr?
Sebastian: Ja!

Matthias schnauft, neben dem Zucken. Hoffentlich geht es ihm gut.

Herzschlag ist der Takt

Sacha: Das ist nicht sooo toll. Vor allem der Refrain geht irgendwie gar nicht so toll. Ah, rosarot! Habtagehört? Rosarot. Die sind doch schwul.
Sebastian: Machen sich doch nur beliebt bei den Frauen. Voulez-vous und ich tanz dazu...so hab ich das immer verstanden.
Sacha: Boogieboo, oder?
Sebastian: Hauptsache tanzen. Tanzen ist voll cool.

Wir tanzen eine Runde zu Herzschlag ist der Takt.

Es gibt kein nächstes Mal

Sacha: Ihr feinster Moment.
Sebastian: In meiner Erinnerung hatten die weniger Hits.
Sacha: Das geht mir auch immer so, wenn ich diese CD höre. Das hört nicht auf.

Pause

Sacha: Der Traum hält nicht, was er verspricht. Toll!!!
Matthias: Hier, wieder Bill. A-HA waren einfach die besseren A-HA.

Längere Pause

Matthias: Übrigens, Yamaha DX7. Die ganze Zeit. Alles.
Sacha: Stimmt irgendwie.
Sebastian: Jau, voll.
Matthias: Ihr Schweine.

Herz aus Glas

Sebastian: Frühe Jugend. Einfach nur geiligeil.
Matthias: Da war ich schon alt.
Sebastian: Einfach nur verglüht.
Sacha: So wie Kurt Cobain. Der ist ja auch tot.
Sebastian: Der war auch in der Bravo.
Sacha: Toller, toller Refrain.
Sebastian: Textlich kacke aber tolle Melodie.
Matthias: Beatleszitat.
Sacha: WAS???

Matze spult zum Beatleszitat zurück.

Sacha: Naja...
Sebastian: Ich sitz immer noch im "Schmetterling".
Sacha: Komm zurück!
Sebastian: Ich fliege bis zum Horizont.
Sacha: Tschüssi!
Sebastian: Ich hab dich lieb.
Sacha: Tschüssi!
Sebastian:...

Oh, Baby

Matthias: Wie bei Sasha als er Dick Brave sein wollte. Nur haben die sich leider nicht umbenannt. Was ich aber eigentlich ganz sympathisch finde. Aus welchem Zeitraum sind die Stücke, die wir bisher gehört haben?
Sacha: 84 - 91.
Matthias: Ich finde, dass man musikalisch keine Veränderung feststellen kann.
Sacha: Verdammt, du hast Recht.

Sebastian ist immer noch auf Toilette. Schon das ganze Stück lang. Wir hören es zum zweiten Mal.

Ich will dich nochmal

Matthias: Schrecklich.
Sebastian: Unerträglich.
Sacha: Früher Sprechgesang. 1989. Noch vor der Wiedervereinigung.
Matthias: Stellt euch mal vor, das würde von Tokio Hotel gecovert.
Sebastian: Klare Nummer Eins.
Sacha: Obwohl es schrecklich und unerträglich ist und zudem auch noch sprechgesungen wird, bleibt es im Ohr.
Sebastian: Vielleicht in deinem.
Sacha: Ja!
Sebastian: Ich glaube, die haben das wirklich ernst gemeint.
Sacha: Klar, ich meine es auch immer ernst.
Sebastian: Stimmt, ich ja auch.
Sacha: Es ist nicht genug, nur davon zu träumen. das gefällt mir. Echt. Echt. das Ende ist total ELO. So hochgehen mit den Tönen.
Sebastian: Schuster bleib bei deinen Leisten.

Zeig mir die Nacht

Sebastian: Die MF hat Urlaub in Berlin gemacht. Naja.
Sacha: Wo kommen die eigentlich her?

Pause

Sebastian: So rotzig können die nicht.

Pause

Matthias macht Geräusche.

Pause

Sacha: Schrecklicher Text.
Sebastian: Das braucht kein Mensch.
Sacha: Echt keiner.

Bis wir uns wiedersehen

Matthias liest während dieses Songs das Interview mit Jonathan Meese in der neuen Testcard.

Sebastian: Hypekacke. (bezüglich Jonathan Meeses)
Sacha: Toller Song. Gibts nichts gegen zu sagen. Gar nichts.
Sebastian: Super Song.
Sacha: Solche Songs könnten Tokio Hotel weder covern noch schreiben.
Sebastian: ...noch träumen.
Sacha: Manchmal fühl ich mich allein...
Sebastian: Weite Ferne und doch so nah. Ich war mal unsterblich am Gardasee verliebt. Und hatte dort meinen ersten Sex.

Pause


Sebastian: War toll.

Pause

Sebastian: Ganz ok.

Pause. Wir müssen erst mal runterkommen.

Sacha: Auch wenn ich fühle, frei zu sein. Denn irgendwo in dieser Nacht, bin ich vor Sehnsucht aufgewacht.
Sebastian: Gott, hab ich geheult. Der Himmel geht auf und alles fliegt weg.
Sacha: Hülfe!!!

Matthias hat einen interessanten Punkt der Meditation erreicht.

Ich steh auf Licht

Sacha: Kotzikotz.
Sebastian: Wieder so ein Experiment.

Sacha lacht diabolisch.

Sebastian: Wieder Berlin?
Sacha: Sie stehen auf elektrisches Licht.
Sebastian: Im Dunkeln ist gut...

Pause

Matthias: Ist das nicht im Original von Tokio Hotel.

Rumpelstilzchen

Sebastian: Ostrock.
Sacha: Hier geht es ausnahmsweise tatsächlich mal um Frauen. Das ist aber auch ein sehr frühes Stück. Ich würde die Geschichte von der MF als Coming Out-Story bezeichnen.
Matthias: Ich kann mich dran erinnern, dass ich das als Kind gehört habe und total verwirrt war und es scheiße fand.
Sebastian: Warum ist das auf einer Best-Of?
Matthias: Weil die 74 Minuten vollkriegen mussten.
Sacha: Topp!
Sebastian: Weiter!!!

Verlieben verlieren

Sebastian: Wieder mal die Prinzen. Aber mit Länge des Stückes großer Hit.
Sacha: Naja, großer Hit?

Pause

Matthias: So irrsinnig können meine Schultern gar nicht zucken...
Sebastian: Großer Hit. In meiner winzig kleinen und unbedeutenden Epoche war das ein Hit.
Matthias: Beatleszitat.
Sacha: Tatsächlich.
Sebastian: Wer waren eigentlich diese Beatles?

Pause

Matthias: Wer hat bei denen eigentlich die Songs geschrieben?
Sebastian: Sebastian Krummbiegel. Nur Spaß.
Sacha: Ich hab mal nachgeschlagen: Fast alles Zauner-Strobel.
Sebastian: Der Strobel, der Strobel...

Sacha interpretiert den Song mit Quietschstimme. Alle finden es toll.

So heiß

Sacha: Klasse Song. Da geh ich voll ab. Aber so was von. Scheiße. Wie geil.
Sebastian: Blumfeld sind doch gar nicht so schlecht.
Matthias: Blumfeld sind etwa achttausendmal so gut.
Sacha: Da ist ja wohl so eine verdammte Scheißpower dahinter...
Sebastian: Blumfeld, ne?
Sacha: Ihr könnt mich mal...
Sebastian: Und Tocotronic erstmal. Die sind ja voll geil.

Notiz für uns: Tocotronic bietet sich auch mal an. Zum Besprechen.

Komm zurück

Sacha: Voll die Bowie-Gitarre.
Matthias: Wieder heiß.
Sebastian: Voll Bowie.
Sacha: Aber toll. Und was für ein riesen Publikum.
Sebastian: Das ist voll MF.

Pause

Sebastian: Großer Hit ist das aber nicht.
Sacha: NATÜRLICH!!!

Das Lied läuft kommentarlos weiter. Es ist schon ein harter Kampf, sich mit moderner Musik auseinanderzusetzen.

Viel zu viel

Matthias: Muckerscheiß. (Dabei spielt Matthias mit seiner Zunge)
Sebastian: Warum heißt das "Best-Of"?
Sacha: Na, so schlimm ist es auch nicht.
Sebastian: Schon.
Sacha: Es wir mir viel zu viel.
Sebastian: Mir auch.

Du bist Energie für mich

Sacha: Der beschissenste Songtitel ever.
Sebastian: Vielleicht war das Wort Energie früher noch nicht so beladen.
Sacha: In den 80ern???
Matthias: Ich finde die Claps rührend.
Sebastian: Die möchten versöhnlich sein. Der Song ist aber nicht gut.
Matthias: Der Song ist so KARAT. So, über Sieben Brücken musst du gehen.

Baby Blue

Sacha: Da haben sie so auf New Wave gemacht. Schrecklich.

So lang man Träume noch leben kann

Sacha schreibt nicht mehr die wahllos reingerufenen Floskeln und Plattitüden auf.

Sebastian: Dochdoch!!!
Sacha: Das ist das London Symphonic Orchestra. Echt, jetzt.

Pause

Sebastian: Stellt euch mal vor. 1991 kooperiert das LSO mit Hannes Wader und Ralph Siegel unter der Regentschaft von Sacha Brohm. Gute Nacht.

Freitag, 23. März 2007

Simon & Garfunkel

Heute sind die Altmeister des schwungvollen Gitarrenfolkpopdings dran: Simon & Garfunkel. Ihr wisst wie es abläuft. Wir, also Matthias, Sebastian und ich, nehmen uns eine Best-of vor und kommentieren jedes Stück gnadenlos aber auch mit Liebe. Los geht´s.

Wednesday morning, 3 a.m.

Sebastian: Das ist mein Lieblingssong. ich klink mich aus.
Sacha: Ich klink mit. Das ist wieder diese verdammte "Der beste Song als erstes"-Politik der Krakenfirmen.
Matthias: Ich bin absolut schockiert. Ich dachte, ich sei mit Simon & Garfunkel aufgewachsen aber ich kenne dieses Stück nicht.
Sacha: Das ist auch eine ganz andere Version, als auf dem Originalalbum.
Sebastian: She´s soft, she´s warm...
Matthias: Absolut gruseliger Text...
Sacha: Find ich auch. Die Geschichte ist ja ziemlich übel, er ist ein Räuber und verlässt seinen One-Night-Stand...
Sebastian: Alter Strandpirat.
Sacha: Ne, ernsthaft mal.
Matthias: Tolles Picking.

Stück läuft zum dritten Mal

Matthias: Es ist eigentlich zu früh. Aber was ist eigentlich aus Edie Brickell geworden, nachdem sie Paul Simon geheiratet hat.

Wir schauen im Internet nach

Matthias: Ich fand ja die erste Platte toll. Neben Cure war das ja die Platte meiner Jugend.

Das Stück läuft zum vierten Mal.

Sebastian: Wintermoonlight...

The Sound of Silence

Matze: Bei ABBA hab ich ja schon behauptet, dass nur Nicht-Muttersprachler so seltsam betonen aber Scheiß drauf, siehe Grönemeyer.
Sacha: Ich mag den Song auf eine seltsame Art und Weise.
Sebastian: manche Sachen muss man einfach auch mal kritiklos anhören. Wunderschön.
Sacha: Bei A-HA durfte ich nicht einfach nur mal so kritiklos anhören, du Schuft.
Matze: Oh doch!
Sebastian: Oh doch!
Sacha: Das ist ja leider so ein Abisong geworden, den die Englisch-LKs zum Interpretieren bekommen.
Matze: Ich musste ja so Shakespeare. Ich kenn mich recht gut aus mit dem Elisabethanischen Zeitalter.
Sebastian: Ich hab mir vor kurzer Zeit noch mal die Reifeprüfung angeschaut. Schockierend gut.
Sacha: Mag sein.
Matze: Jaja...so sagt man wohl.
Sebastian: Ne, echt, da is so viel drin.
Sacha: Mag sein.

Homeward Bound

Sacha: Eine der wenigen Bands, bei deren Songs ich wirklich mitsingen kann. Aus tiefstem Herzen. Unglaubliche Lyrics.
Matze: Obwohl über Frauen gesungen wird.
Sebastian: Das nimmt so schön Fahrt auf.
Sacha: Vielleicht sind sie aber trotz Frauenansingen auf eine Art und Weise asexuell. Weißte was ich mein? Bei den Beatles hab ich viel mehr das Gefühl, dass sie Frauen ansingen als bei S&G.
Matze: Völliger Quatsch. Denn was hier besungen wird ist eigentlich das typische Hausfrau-wartet-auf-den-Mann-Klischee.
Sacha: Ja aber spricht das dagegen, dass die Beatles für mich eher...nein, anders: Beatles machen Musik für Frauen und S&G machen Musik für Männer aber softe Musik, macht sie das zu Vorreitern einer Geschlechterfrage, wie sie in den 90ern behandelt wird. Sind die Männer bei S&G metrosexuell?
Sebastian: Die Diskussion ist Quatsch. Ich sag das jetzt einfach mal so...Die stehen an der Straße, Daumen raus und der eine hat so einen Schnurrbart.
sacha: Aber sie fahren immer Zug. Im ersten Stück und auch hier hat es eher Bahncharakter.
Sebastian: Ich adaptiere das ja auch gerne in die heutige Zeit...

Das Stück läuft zum fünften Mal.

Sebastian: Für mich hat das hier, unter diesen Umständen Autocharakter. Basta!

Kathy´s Song (in concert)

Matze: Dazu kann ich überhaupt nichts sagen. Ich habe früher Mixtapes verschenkt die "Meine Schönsten" hießen. Und mit selbstaquarellierten Cover versehen waren. Zehnte Klasse. Ich sag nichts mehr.
Sebastian: Du könntest hier Romane schreiben...
Sacha: Ich finde alle Stücke bisher überdurchschnittlich gut.
Sebastian: Und so geht das immer weiter.

Pause

Sebastian: Vielleicht ist es die akustische Gitarre die uns in die emotionale Irre führt.
Sacha: Ja...
Sebastian: Verstehste. das ist so dieses: Wir sind zusammen und ich erzähl dir was.

Pause

Pause

Sebastian: Solche Stücke zu schreiben und zu singen...das ist wie ein böser Fluch. Oder?
Matze: Nein.

Pause

Sacha: Verdammt, die sind so perfekt.
Sebastian: Die appelieren an unsere Kindheit und unsere JUGEND. Kinderlied und erste Liebe.

I am a rock

Sacha: Es tut mir leid aber mir fehlen die Worte. zu denen kann man nichts sagen.

Pause

Sebastian: Trotz funky Orgel...yippieh ay yeah...

Pause

Matze: Der S&G-Song, der mich am meisten an Bob Dylan erinnert. Like a rolling stone.
Sacha: Vielleicht ist es ein Referenzsong? Stone and rock.
Sebastian: Ich mag das Ende gern. And an island never cries.

Pause

For Emily, whenever I may find her (in concert)

Sebastian: Das singt kein Mensch. Das Singt kein Mensch!!!
Sacha: Da hört man den Anfang und will dass er niemals aufhört.
Sebastian: Das ist kathedral aber im positiven Sinn.
Sacha: Wie er auf dei Gitarre einschlägt ohne zu schlagen. Ein softes Schlagen.
Sebastian: Engelsflügel.
Sacha: I kissed your honeylips...Irre.
Matze: Gerade wo es pathetisch wird...fertig!!!

Scarborough Fair/Canticle

Matze: Es klingt lächerlich aber durch diesen Song habe ich angefangen, mich für Kräuter zu interessieren. Und für Cemballo.
Sebastian: Mein Lieblingskraut ist Thymian.
Matze: Meines ist Petersilie.
Sebastian: Aber nur die Glatte.
Matze: Meine Oma sagt immer: Mit Petersilie kannst du aus Scheiße ein Beefsteak machen.
Sebastian: Deine Oma ist eine kluge Frau.
Sacha: Das hat aber nun rein gar nichts mit dem Song zu tun.
Matze: Woher weißt du das?
Sebastian: Du isst doch immer nur Toastwurstbrot.
Sacha: Stimmt gar nicht.
Sebastian: Schnitzelbrötchen.
Matze: Schnitzelbaguette.
Sacha: Die Luft ist raus.
Sebastian: Wir hören das Stück auch schon zum zehnten Mal.

The 59th Street Bridge Song (Feelin´ groovy)

Matze: Mein Vertrauenslehrer am Gymnasium hat immer gesagt: das Wort groovy gibt es gar nicht. Er bezog sich explizit auf diesen Song.
Sebastian: Irre kurzer Song.
Sacha: Wollt grad sagen,...
Matze: Ich finds genial. Weil, es geht um einen Moment. Um einen Moment ohne...

Seven o´clock news/ Silent Night

Matze: Etwa 8000 Prozent zu plakativ.
Sacha: Schon...
Sebastian: Yap.

A hazy shade of winter

Matze: Ein Beatles-Song.
Sacha: Das haben mal die Bangles gecovert. Für einen Film nach einem Bret Easton Ellis-Roman. Toll, oder?
Sebastian und Matze: Nö...

Pause

Sacha: Nach so vielen Superhits kommt der nicht so richtig mit. Der ist für sich alleine bestimmt toll aber in so einer Sammlung geht er etwas unter.
Matze: Hier kommt auch die erste Hookline von der Gitarre und nicht vom Gesang. Es fängt an wie ein Rockgitarrenriff...
Sebastian: Ich werde jetzt gerade ein bisschen müde.

El Condor Pasa

Sacha: Find ich doof. Fand ich schon immer doof. Blöde Panflöten.
Sebastian: Aber geiles Gejodel. San Fernando.
Matze: Ich fand den schon immer toll. Dieser Inka-Kram, Werner Herzog, Klaus Kinski, Machu Pichu, dieser ganze Kram...
Sebastian: Außer Werner Herzog...Yup.
Matze: Banause.
Sacha: Banane!

Mrs. Robinson

Sacha: Langweilig.
Sebastian: Find ich doof, dass der so oft gecovert wird.
sacha: ich kenne nur eine Coverversion.
Sebastian: Unscheinbar. Die hat nichts.
Matze: Bullshit. Ihr habt beide keine Ahnung.
Sebastian: Du hast nicht mal den Film gesehen.
Sacha: Du und dein blöder Film immer...
Sebastian: Gar nicht blöd...
Sacha: Dann sag mir jetzt mal fünf andere Coverversionen außer die von den Lemonheads, die ja wohl jeder Assi kennt.

Sebastian schweigt, schmollt und geht den Film noch mal durch.

Sacha: Siehste.
Sebastian: Siehste Siehste Siehste.
Matze: Hörzu.

America

Sebastian: Kennt ihr die Szene in Almost Famous?
Sacha: Nö.
Sebastian: Die Tochter will gerne Stewardess werden und verlässt deshab ihr zu Hause. Als Erklärung ihrer Absicht legt sie diesen Song auf und schweigt.
Sacha: Das kann ich mir gut vorstellen.

Pause

At the Zoo

Sebastian: Ich war schon lange nicht mehr im Zoo.
Sacha: Eher so ein Gagsong, oder?
Sebastian: Glaub ich nicht. Das ist mehr so Zoo.
Sacha. Gibt es einen Zoo in New York?
Matze: Ich les ja gerade John Irvings Lasst die Bären los. Es geht darum, Zootiere in Wien frei zu lassen.
Sebastian: Geil, Wien.
Matze: Schönbrunn.
Sebastian: Jaja.

Old friends

Sacha: Toll. Toller Text. Sat on the park bench like bookends.
Sebastian: Musikalisch toll umgesetzt. (Sebastian ist betrunken)

Bookends Theme

Sebastian: Meg Ryan trifft E.T. im Park.
Matze: Ich wollte mich in der dritten Klasse als E.T. verkleiden aber es ging nicht.
Sebastian: Und ich als Meg Ryan.

Cecilia

Sebastian: Wer ist eigentlich Cecilia?
Matze: Also ich kenne eine Cecilia, die letzte lebende Kommunistin im Artists Unlimited Haus. Hat in den neunziger Jahren in der Hafenstraße gelebt und macht Wandbilder.
Sebastian: So klingt das auch.
Matze: Das ist gemein.
Sebastian: Aber wahr.
Matze: Nein.
Sebastian: OK.

The Boxer

Sebastian: Ich wollte als Kind Boxer werden. mein Vater war Amateurboxer und ich habe am Sandsack trainiert. Schöne Kindheit.
Matze: Ich mag das Saxophon.
Sebastian: ich mag dich.
Matze: Die erste 80er-Jahre-Snaredrum, die wir bisher gehört haben. Und es sind noch nicht mal die 80er. Zu dem Zeitpunkt. Und wieder das Eisenbahnthema.
Sacha: Endlich mal Substanz.
Sebastian: Das hat etwas Mystisches. Man verliert den Überblick bei denen.
Sacha: Ich mag das Stück zum Ende, wenn alles einsetzt.
Sebastian: Das hat so was A-HA-dramatisches.

Bridge over troubled water

Matze: Is mir zu musicalmäßig.
Sebastian: Schön gesungen aber dieses gospelmäßige is too much.
Sacha: Mir is mittlerweile alles egal. Bin ich als einziger total müde geworden.
Sebastian: Deine Müdigkeit macht mich wach.
Sacha: wwwhrggggrrrrggg...
Sebastian: ich wollte, bevor das hier alles komplett endet, den Roman Der Fänger im Roggen erwähnen.
Sacha: GÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄHNNN....!!!!!!!!!!! Hiermit geschehen.

Song for the asking

Sacha: Perfekt fürs Ende. Song for the asking ist genau das, womit einen diese Best-of-Zusammenstellung zurück lässt. Asking. Oder?
Sebastian: Was?

Wir hören den Song bis zum Ende. Ohne Quatscherei. Hats euch Spaß gemacht? Uns schon. Schaut auch nächstes Mal vorbei, wenn wir voller Elan eine andere CD besprechen. Gute Nacht.

Ach, ja! Auch toll: Beatles, ABBA und A-HA.

Freitag, 16. März 2007

A-HA

Es ist wieder so weit. Heute sind A-HA dran. Wir nehmen uns ihre Best-of "Headlines and Deadlines" vor und reden einfach mal über all ihre Superhits. Das macht Spaß. Am Ende weisen wir nochmal auf unsere bereits archivierten Besprechungen der Beatles Best-of "1" und unsere aufregende Reise in die Welt von ABBA letzte Woche. Wir weisen aber auch am Anfang auf sie hin.

Wir, das sind wieder Sebastian, Matthias und ich, Sacha. Viel Spaß.

Take on me

Matze: Yamaha DX 7.
Sebastian: Matze, ich merke, wir gehen da aus völlig unterschiedlichen Richtungen ran. ich habs mehr mit Emotionen.
Matze: Der Refrain fängt einfach an. ohne Überleitung. Hammer.
Sacha: Ich finds langweilig, mit dem größten Hit anzufangen, das macht es schwieriger, die anderen Stücke zu mögen. Oder?
Sebastian: Ich fühl mich emotional überfordert.
Matze: Was ist denn das für ein Argument, das mit dem größten Hit anfangen...?
Sacha: Ich mein ja bloß...Können wir mal auf den Text eingehen? Worum geht es eigentlich, mal unbeeinflusst vom Comicvideo, das ja wohl jeder kennt.
Matze: Ich kenns nicht.
Sebastian: Ich kann kein Englisch. Außerdem bin ich gerade total emotional. Merkt denn das niemand???
Matze: Total unüblich: Der Refraingesang fängt viel tiefer an als die Strophe. eigentlich ist es sonst immer umgekehrt.
Sebastian: Leinewebermarkt 1989.
Sacha: Ich war da gerade auf der Orientierungsstufe und stand noch auf Mädchen, also ganz normal. Und ihr?
Matze: Ich war gerade in Südfrankreich und The Cure hatten eben Disintegration raus. Das führte zu Diskussionen.
Sacha: Ja, aber worum geht es denn jetzt in dem Stück. Ich glaube ja, dass jeder Hit, der auf 1 kommt auch irgendetwas erzählt, das Menschen wichtig ist auch wenn sie beispielsweise gar kein Englisch können. Irgendwas muss da doch transportiert werden. Also inhaltlich. Und wenn es nur ein Wort ist, mit dem ...
Matze: Ich Ich Ich ist das Wort.
Sebastian: Wie ist das eigentlich bei Instrumentalnummern?
Matze: War Mike Oldfield jemals auf Platz 1 außer mit "Shadow on the Wall"?
Sebastian:?

Cry Wolf

Sacha: Ich habe nie, nie dieses Intro verstanden. Soll das Liveatmosphäre darstellen? Wer ist dieses Publikum?
Sebastian: Ich finde das klingt..
Sacha: Toller Refrain.
Sebastian: Ich finde das Intro klingt wie Blade Runner in Schleswig.
Matze: Justus Frantz?
Sacha: Worum geht es eigentlich in diesem Stück? Kann mir das mal jemand erklären?
Matze: Um Atmosphäre...
Sebastian: In Schleswig.
Sacha: Ganz toll!!!
Sebastian: Im letzten Jahrhundert soll es in Schleswig noch Wölfe gegeben haben.
Matze: Die Liveatmosphäre haben sie im nachhinein draufgetan, weil das Stück sonst zu lahm klingt. Haitabu.

Touchy

Sacha: Furchtbar.
Matze: Furchtbar.
Sebastian: Wirklich furchtbar.
Matze: Der Versuch elektronisch Gitarrenriffs umzusetzen. Kann klappen. Hier aber nicht.
Sebastian: Das ist so stirnbandmäßig in der Disco.
Sacha: Im Video haben die so schreckliche Badeanzüge an. Das fand ich immer ganz eklig.
Matze: Wie überraschend:
Sebastian: Du darfst aber nicht vergessen, dass A-HA dich früher auch eklig fanden.
Sacha: Weiter.

Eines der wenigen Stücke, dass wir bisher nicht bis zum Ende angehört haben. Topp.

You are the one

Sebastian: das ist so wegrennen.
Sacha: Von der Musik her, ne?
Sebastian: Jau.
Matze: Ich fand Morton im Falsett immer albern.
Sacha: das ist ja wohl eine Unverschämtheit. Das ist das Beste an der Band.
Sebastian: Die Pet Shop Boys auf der Flip-Flop-Scheibe. Es ist immer in Bewegung...
Sacha: Und droht zu kippen.
Sebastian: Wie du.
Matze: Zu mir soll er aber auch kommen.

Manhatten Skyline

Matze: Vergiss die message, was zählt ist die Musik.
Sacha: Das ist eines meiner Lieblingslieder von denen. Toller Refrainanfang. Oder ist das schon der Refrain?
Matze: Hier auch eines der ganz seltenen Beispiele, dass ein DX 7 zusammen mit einer Rockgitarre klingen kann.
Sacha: Im VIdeo stehen A-HA in einem Karton und kriegen mittels Windmaschine...
Sebastian: Eine Bindehautentzündung?
Matze: Neue Penisse?
Sacha: Einen Haufen Zeitungen ins Gesicht geschossen.
Sebastian: Quietschiquatsch.
Matze: Zu plakativ.
Sacha: Worum geht es eigentlich in diesem Stück?
Sebastian: Irgendwas mit Manhatten.

The Blood that moves the Body

Matze: Kenn ich nich...
Sacha: Ich find das toll.
Sebastian: Kenn ich nicht...
Matze: Ich finds völlig unmotiviert.
Sebastian: Das is so: Wir müssen jetzt noch in acht Stunden einen James Bond-Track fertig machen.
Matze: Wobei Morton, der kann es schon.
Sacha: Und Streicher.
Sebastian: Unmotivierte Streicher.
Matze: Hab ich auch gerade gedacht. So wie jeder Fünftklässler Streicher einsetzen würde, der noch keine drei Mnuten Streicher gehört hat.
Sacha: Ich wäre so ein Fünftklässler.
Matze: Ich war so ein Fünftklässler.
Sacha: Aber...
Sebastian: Nich aber...

Early Morning

Sacha: Das is so 80er Schwurbel Jazz für morgens zum Aufstehen.
Sebastian: WAS??? Das ist das Stück, das bisher am wenigsten 80er klingt.
Matze: das find ich auch. Obwohl es mich ein bisschen an Russians erinnert. Von Sting. Ach, nein.
Sacha: Wollt grad sagen...
Sebastian: An diesem frühen Morgen fällt Licht durch die Metalljalousie auf das Bett. Und irgendwie wieder in Manhatten.
Sacha: Topp. Schönes Ende.

Hunting high and low

Sacha: Darauf muss man sich einigen können. das ist super.
Matze: Ja.
Sebastian: Nö. Nö, tut mir leid.
Matze: Und wieder so ein übergebundener Refrain, der so zack bumm...
Sebastian: Ich mag den Gesang nicht...Der Song kommt nicht in die Pötte.
Matze: Das ist so wie die Ballade rockt überhaupt nicht.
Sacha: Aber sie rockt doch. Hört nur. Ich finde ja: klassisches Stück; einfacher, weil immer wieder benutzter Aufbau, mich catcht das voll. Das ist Drama pur und ich mittendrin.
Sebastian: Das ist ein Drama.
Matze: Ich auch...

Move to Memphis

Sacha: Das ist Schrott.
Matze: Dreck. Wieder so Riff. Dreck.
Sacha: Unerträglich.
Matze: U2-Einflüsse, sagen wir Bonoeinflüsse.
Sebastian: Bo? NO!

I´ve been losing you

Sacha: Toll!!!
Matze: Typisch, du magst ja alles, wo die Snaredrum so alles ein bisschen vermanscht.
Sebastian (zu Matze): Dieses Analytiasche steht dir.
Sacha: Pseudotopp! Wenn ihr mir jetzt noch sagen könnt, worum es eigentlich in diesem Stück geht, dann könnt ihr euch echt mal was drauf einbilden.
Matze: Paderborn/Drewermann.
Sebastian: Braunschweig/Eintracht.
Sacha: Kann es vielleicht auch einfach mal nur um Liebe gehen?
Sebastian: Nicht in Braunschweig.
Sacha: Wie immer, toller Refrain.
Sebastian: Wie immer, Scheiß Gags.

Matze erklärt irgendwie etwas über Braunschweig und Hitler. Sebastian und Sacha können nicht mal ansatzweise verstehen, was er sagen möchte.

The Living Daylights

Sacha: Toll!!! Super Refrain. Schon am Anfang, wenn man sich auf den Refrain einfach nur freut. Worum gehts eigentlich in dem Stück?
Sebastian: Um Timothy Dalton.
Matze: Tom Selleck war ja auch im Gespräch. Hätte ich besser gefunden.
Sebastian: Ich find Timothy Dalton gut.
Sacha: Nennt mindestens 15 Künstler, die schon mal einen BondSong gemacht haben.
Sebastian: Kann ich nicht.
Matze: Kann ich auch nicht.
Sacha: 15?
Sebastian: Ja, genau 15.
Matze: Is doch pippig.
Bernhard: Topp!

Crying in the Rain

Matze: Ich find das wunderwunderschön.
Sebastian: Wunderschön, da ist wieder Liebe im Spiel.
Sacha: Seit wann achtet ihr denn auf Liebe?

Pause

Sacha: Das ist eine Mischung aus Tanita Tikaram und Roy Orbison.
Sebastian: Und A-HA.
Sacha: Doppeltopp!

Pause:

Matze: Wer singt die zweite Stimme?
Sacha: Der Dürre von denen. Der Blonde. Ich fand ja Mags eine kurze Zeit ganz sexy. wusste das damals aber noch nicht zu deuten.
Sebastian: Ui.

I call your name

Sacha: Fängt an, wie ein Take That-Stück. Ansonsten: vollkommen überflüssig.
Sebastian: Erinnert überhaupt nicht an Stücke wie Stay on these roads.

Wir sprechen ein wenig über Bruce Springsteen. Seine Homepage ist recht unübersichtlich. Nirgendwo kann man Bilder gucken.

Sacha: Schreckliches Stück. Geht gar nicht.

Stay on these roads

Sebastian: Oh Gott, das ist in fünf Sekunden alles. Alles alles alles...Leineweber und Klassenfahrt.
Matze: Das ist die Twin Peaks-Melodie. Nur doppelt so schnell.
Sebastian: Matthias, ich liebe dich.

Matthias atmet.

Sacha: Ihr geht mir echt auf die Eier.
Sebastian: Da brennt der Horizont.
Sacha: Im Video fahren die Motorräder bis zum Umfallen. das hat mir damals nicht gefallen. Heute, da ich ja auch gerne die American Chopper-Folgen gucke, gefällt es mir in der Erinnerung besser.
Sebastian: Das driftet hier aber ab.
Matze: Häh????

Pause.

Sebastian: Das ist das einzige Stück von A-HA, das ich auf ein Mixtape packen würde.
Sacha: Ich liebe dich.

Alle teilnehmenden Parteien atmen. Mal schwerer...

Train of thought

Sacha: Toller Synthieanfang. Nimmt einen mit. Also mich.
Sebastian: Nich meine Baustelle.
Matze: Is halt ´n Remix.

Pause

Matze: Diese Panflötenimitate.
Sebastian: Die gehen überhaupt nicht.
Sacha: Dass man da überhaupt Imitate benutzt finde ich schon seltsam.
Sebastian: Komm, weiter!

The Sun always shines on TV

Sebastian: Super Knutschding.
Sacha: Wozu du schon knutscht.
Matze: Ich war in Jessica Huber verliebt.
Sebastian: Meine erste große Liebe hieß Franziska Strobel.

Sebastian und Matze reden über ihre ersten großen Lieben. Sacha langweilt sich ernsthaft und ist froh, dass dieses das letzte Stück ist. Was bleibt? Die Erkenntnis, dass A-HA toll sind auch wenn sie einige der schlimmsten Stücke ever aufgenommen haben. Wir sagen Tschüß. Bis zum nächsten Mal.

Und nicht vergessen: The Sun Always Shines on this Blog.

Matze: Buuuuhhh!!!
Sebastian: Toppppppp!

Samstag, 10. März 2007

ABBA

Hallo Leute!!!

Heute habe ich mir wieder zwei Freunde eingeladen. Und? Na, heute sind ABBA dran. Wir hören uns, und das wird eine Menge Spaß bringen, die ABBA-Platte "Gold" an und werden sie, wie es auf meinem Blog schon Tradition hat, jedes Stück kommentieren. Na, seid ihr gespannt? Dann unbedingt weiterlesen. Meine Freunde sind übrigens Matthias und Sebastian.
Los geht´s.

Dancing Queen

Sacha: Super, der beste Song als erstes.
Sebastian: Ich hab jetzt schon keine Lust mehr.
Sache: Ich find es total super.
Matze: Dieser Song ist ein einziger Refrain.
Sebastian: Meine Mutter besaß Discostiefel mit Korkabsätzen.
Sacha: Das hat ja wohl gar nichts mit dem Stück zu tun.
Sebastian: Für mich schon.
Sacha: Ich find es nach wie vor super.
Sebastian: Wie auch immer.
Matze: Toll instrumentiert. Synthiebläser am Anfang...
Sacha: Das sind keine Bläser. Das sind Streicher.

Pause

Matze: Das jetzt sind Streicher.
Sacha: Habt ihr irgendeine positive Erinnerung an einen Zeitpunkt in eurem Leben, zu dem dieses Stück den Soundtrack bilden könnte?
Sebastian: Nö!
Matze: 1980 in Hannover. Die Wohnung meines Onkels. Onkel Fred. Wir tanzen. Ich bin sechs Jahre alt. Ich hatte eine Bettwäsche mit einem Schäfer drauf. Daran erinnert es mich.
Sebastian: Wer hat denn jetzt gewonnen?

Knowing me, knowing you

Matze: Mein Onkel Fred sieht übrigens ein bisschen so aus wie Benny.
Sacha: Das Stück find ich nicht so gut.
Matze: Ich auch nicht.
Sebastian: ich find das irgendwie geili.
Matze: Ich mag diese Rockgitarren.
Sebastian: Diese Suzy Quatro-Gitarren.
Sacha: Die hören sich aber noch ein bisschen anders an. Oder?
Sebastian: Jaja.
Matze: Die Quatro nehmen wir nächste Woche durch.
Sebastian: Mit Chris Norman im GangBang.
Sacha: Ihr seid echt Tölpel!
Matze: Feuer geh mit mir!
Sacha: Breaking up is never easy/ but I had to go. Das ist doch toll. Das ist einfach aber auch schwierig.
Sebastian: Die Gitarre hat was sehr Versöhnliches.
Sacha: Passt das denn zum Inhalt?

Take a chance on me

Sebastian: Oh, Gott.
Matze: Die erste Beatbox der Geschichte.
Sebastian: Der Background könnte auch von den Prinzen sein.
Sacha: Das stimmt ja wohl gar nicht. Der Background ist Benny beim Joggen gekommen. Da hat er so geatmet und plötzlich hatte er dieses tchktchk im Kopf.
Matze: Weil er schon 25 Kilometer gelaufen war.
Sebastian: Der Softiteil gefällt mir, wo Anna und Agnetha so...
Matze: Ich mag den Discobeat.
Sacha: Wenn man erst mal drin ist, ist es gar nicht sooo schlecht.
Sebastian: Der Background könnte aber wirklich von den Prinzen sein.
Sacha: Babababababababababa...
Matze: Das find ich ja albern!

Mamma Mia

Matze: Herr Rossi sucht das Glück.
Sacha: Das find ich schon zu musicalmäßig. Gefällt mir gar nicht.
Sebastian: Schwedischer Agentenfilm.
Sacha: Aus welchem Jahrzehnt?
Sebastian: Zeitlos.
Matze: Hat auch wieder versöhnliche Teile.
Sacha: Ich denke, das ist die Quintessenz aller ABBA-Songs. Gerade dieses paarmäßige zwingt der Band ja geradezu auf, versöhnlich zu sein. Oder? Gerade auch in der Zeit, als sie getrennt waren und trotzdem noch Band sein MUSSTEN.
Sebastian: Hm,...

Lay all your love on me

Sacha: Na, da geh ich ja wohl total ab, wa?
Sebastian: Glaspalast der Tränen.
Sacha: Lay all your love on me. Hammerrefrain.
Matze: Das war auf einer gekauften Kassette meiner Eltern.
Mein Bruder hörte Dschinghis Khan und ich habe sein Tape zerstört.
Sebastian: Seide auf nackter Haut. Verfolgungsjagd.
Sacha: Ja, so ähnlich. Das hatte ich auch im Kopf. Das hab ich aber auch schon bei Take a chance on me im Kopf gehabt.
Matze: Ich weiß, warum du immer aber schreibst.
Sacha: ?

Super Trouper

Sacha: Schön. Wenn nach ein paar Takten die ganze Band einsetzt. Schön. Mehr nicht. I was sick and tired of everything. Das ist schon wieder so unglaubliches Schulenglisch auf den Punkt gebracht aber dann im Refrain ein Begriff, den keine Sau kennt bzw. mit dem keiner was anfangen kann.
Matze: Hannover.
Sebastian: Braunschweig.
sacha: Bin ich eigentlich der Einzige, der das hier ernst nimmt?
Matze: Du weißt ja nicht was ich hier fühle.

Sebastian geht auf Toilette. Matze streicht sich im Takt der Musik durchs Haar. Sacha tippt und erfreut sich am Song.

I have a dream

Sacha: Unerträglicher Anfang. Dieses Gefiepse. Schrecklich.
Sebastian: Das könnte auch Nicole sein.
Matze: Ralph Siegel hat geklaut.
Sebastian: Aber gar nicht schlecht.
Matze: An Nicole hat mich immer diese riesige Gitarre fasziniert. Und dieser durchgestylte Grand Prix-Auftritt.
Sebastian: Wie eine Elfe.
Sacha: Eine pummelig Elfe.
Sebastian: Eine Elfe mit dunklem Geheimnis.
Matze: Mit dunklem Haar.
Sacha: I have a dream.
Matze: Ich find das Lied volksliedmäßig. Wie´s anfängt.
Sebastian: Ist das nicht gegen den Krieg?
Sacha: Das Lied?
Sebastian: Jaja...
Matze: Gegen welchen Krieg?
Sebastian: Krieg im Allgemeinen.
Matze: Diese mandolinenmäßige Sache erinnert mich immer an die Griechen an der Ecke. Taverna.
Sebastian: War Schweden eigentlich mal im Krieg. Also, so richtig?
Sacha: Ja, im 17. Jahrhundert. Die haben da schon ne richtige Tradition. So wie dieses Blog. Unerträglich auch dieser verfickte Kinderchor.
Matze: Ich find den ja super.
Sebastian: Ich hab den noch gar nicht gehört.

The winner takes it all

Sacha: Das sind diese drei Titel: Dancing Queen, Lay all your love.. und The winner takes it all. Grandios. Da fall ich um und merks erst mal nicht.
Matze: Das Lied soll gespielt werden, wenn ich sterbe!
Sacha: WÄHREND du stirbst?
Matze: Ich sehe Freddy Mercury mit Madonna am Ende des Tunnels. Es gibt mir ein gutes Gefühl.
Sacha: Das wirst du auch brauchen, wenn du stirbst.
Sebastian: Dann müsste Madonna aber vor dir sterben.
Matze: Davon geh ich aus.
Sebastian: Ich nicht.

Ein kleiner, lieber Streit entwickelt sich zwischen einigen Freunden.

Sacha: Das ist ein großer Song.
Sebastian: Ich finde diese Art von Pathos ätzend.

Money, Money, Money

Sebastian: Jaja, das liebe Geld.
Sacha: Das ist mir zu Gimmick. Wie ein Song über Hasen oder so.
Matze: Ist schon wieder so musical. Andrew Lloyd Webber.
Sacha: Stimmt.
Matze: Aber tolle Kesselpauke.
Sebastian: Sowas muss man erst mal schreiben.
Matze: Find ichs blöd, weil ichs als abgeschmackt empfinde oder war es, als es neu war, auch schon so blöd? Fürs Empfinden.
Sacha: Da fällt mir immer Pink Floyd ein.
Sebastian: Ute Lemper.
Matze: Der Money-Song von Pink Floyd ist nämlich auch ganz schrecklich.
Sebastian: Eine bemüht moderne Ute Lemper.
Sacha: Kann man einen Song über Geld schreiben, der überzeugend ist, egal, was man über Geld sagt in diesem Song?
Sebastian: Wu-Tang Clan.
Sacha: Häh?
Sebastian: Na, der Wu-Tang Clan eben.

S.O.S.

Alle seufzen eine Runde.

Chiquitita

Sacha: Unerträglich. Hüphüphüphü...
Sebastian: Find ich gar nicht so schlecht.
Sacha: Stimmt.
Matze: Ist euch schon mal aufgefallen, dass einige Songphrasen nur entstehen, weil man kein Muttersprachler ist. Zum Beispiel: There´s no way you can deny it. Das würde ein Engländer nie so singen.
Sebastian: Englisch als Soundvehikel.
Sacha: Pfrrr.
Matze: Oh, die Kesselpauke schon wieder.
Sebastian: Da zieht ein Unwetter auf.
Matze: Aber der Titel ist total albern.
Sacha: Machst du mal ein bisschen leiser.
Matze: Ich hab schon...
Sacha: Ja, aber die kommen erst immer im Refrain so bumsig.
Matze: Da sind die Mandolinen schon wieder.
Sebastian: Find ich gar nicht so schlecht.
Matze: Ich glaube es ging ihnen auch viel mehr um den Klang des Namens. Das ist wieder so ein "Benny beim Joggen"-Ding.
Sacha: Da würde ich dir echt mal zustimmen.
Sebastian: Beim Schwimmen fällt einem so was nicht ein.
Matze: Zum Ende kommt wieder so Sirtaki.

Rechner abgestürzt. Matze gegangen. Wir machen weiter. Zu zweit.

Fernando

Sacha: Es kommt mir so vor, als hätte ich das heute schon mehrmals gehört. Die Flöten künden von einer Ankunft. Geht es vielleicht sogar um Jesus?
Sebastian: Die Flöten berichten uns von einer fremden Welt.
Sacha: Einer guten?
Sebastian: Einer ach so fremden...
Sacha: Matze erinnert dieses Stück ja immer an Nicole. Das kann ich ja einfach mal so in den Raum werfen. Es erinnert ihn auch an eine Elfe.
Sebastian: Eine Elfe mit einem dunklen Geheimnis.

Pause

Sebastian: Irgendwo ist jetzt gerade Krieg.
Sacha: Schon, aber irgendwo ist jetzt auch Frieden.
Sebastian: Nach Frieden kommt Krieg und nach Krieg kommt Frieden.
Sacha: Fernando.

Voulez vous

Sebastian: Rollschuhfahren in den Straßen von San Francisco.
Sacha: Immer die Straßen runter.
Sebastian: Kennst du eigentlich Patrick Pacard?
Sacha: Schon.
Sebastian: Ananas im Schnee.
Sacha: Ach, Patrick Pacard!
Sebastian: Wer?
Sacha: Das Ding ist immer Disco aber in verschiedenen Genres.
Sebastian: Ich höre Arabien raus.

Pause

Sacha: Ach, Ananas im Schnee! Matze hat ja durch diese Sendung Angst vor Scannerkassen bekommen.
Sebastian: Patrick Pacard. Das endet doch in der Wüste, oder? Da sind wir wieder bei Arabien.
Sacha: Topp!
Sebastian: Ach Matze, du fehlst.

Gimme! Gimme! Gimme! (A man after midnight)

Sebastian: Wenn man das Madonna-Sample rausnimmt, bleibt von dem Stück nicht viel übrig.
Sacha: Aber der Refrain haut wieder alles raus. Die Refrains von ABBA gehen eigentlich immer.
Sebastian: Das is´n Megadiscostomp.
Sacha: Topp!
Sebastian: Eigentlich wieder so ein Rollschuhding. Mit Discolicht.
Sacha: In deiner Disco vielleicht. Bei mir ist das Stück viel mehr Gangster, so pimpmäßig, im Auto rumcruisen und was aufreißen. Gimme! Gimme! Gimme! halt. Nur halt in schwul, oder so!
Sebastian: Bei mir ist noch Licht in der Disco.
sacha: Bei mir werden schon die Säbel geschliffen.
Sebastian: Du Strandpirat.

Does your mother know

Sacha: Das singt ja ein Mann!
Sebastian: Ach ja, genau. Status Quo light.
Sacha: Topp!
Sebastian: Status Quo - netter Mittelteil (ganz witzig) - Status Quo. Fertig.
Sacha: Topp!

One of us

Das Lied widmen wir Matze. Er sitzt jetzt im Bus in einen Stadtteil, den wir nur aus Erzählungen kennen.

Sebastian: Fernando.
Sacha: Und irgendwo ist Krieg.
Sebastian: Und Frieden.
Sacha: Und Krieg.
Sebastian: Topp!

The name of the game

Sebastian: Dazu könnte ich mir ein geiles 70er-Jahre-Video vorstellen. Die Band, luftig bekleidet auf einem riesengroßen Schachbrett. Wer wird gewinnen?
Sacha: The name of the game. Das is ja wohl sowas von auf den Punkt gebracht. Schach!!!
Sebastian: Matt!!!


Thank you for the music

Sacha: Das ist fast schon zynisch, wenn man bedenkt, wie lange wir schon an dieser Besprechung sitzen. Ja, wieder Musical. Klar. Aber catchy bis zum Kotzen.
Sebastian: Oh Gott, und wieder so versöhnlich.

Pause

Sebastian: Krieg macht auch erst angeschossen richtig Spaß.
Sacha: Topp!!!

Waterloo

Sebastian: Apropos...
Sacha: Topp!!!


So, das wars. Wir hoffen, es hat euch gefallen und ihr lest auch unsere nächsten Besprechungen durch. Geplant sind unter anderem: Rondo Veneziano, Supertramp und Milva. Bald! Hier! Bald! Topp!

Ach ja, unsere Kommentare zu den Songs auf der Beatles-CD "1" findet ihr nach wie vor hier.

Samstag, 3. März 2007

BEATLES

Bevor es heute Abend ins Bielefelder Nachtleben geht, möchte ich die Gelegenheit nutzen und was Uninteressantes machen. Dazu habe ich mir einen Gast eingeladen. Es ist mein Bekannter Jörg und nachdem wir uns einige, kleine Getränke gegönnt haben gibt es jetzt eine hoffentlich vergnügliche Beatles-Kommentier-Revue, sie soll ein wenig so rüberkommen wie die Halbprominenten-Oberkörper-im-Bild-Nostalgieschnippsel-
Kommentier-Shows im Fernsehen. Dazu hören wir uns die CD "1" von den Beatles an, die 27 Nummer-1-Hits der "Liverpooler" versammelt. Experten können hier bitte kommentieren warum das nicht stimmt.

Love me do
Wir sind uns beide einig, dass das echt ein lahmes Stück ist. Und tanzen kann man dazu auch nur doof. Langsam.

From me to you
Ich: Super. Viel besser als Love me do. Und dann dieser tolle Doppelgesang. Tanzen geht dazu auch schon viel besser. Guck mal!
J: Blödes Stück. Und immer diese Mundharmonika. Das nervt echt. Und ich kann dazu gar nicht tanzen. Guck mal!

She loves you
Ich: Super. Mein absolutes Lieblingsstück aus dieser Zeit. Das pusht so nach vorne, das würde ich gerne mal im Café Europa hören. Ein unglaubliches Tanzstück.
J: Ich glaube langsam, dass ich diese Stücke aus der Beat-Zeit alle nicht mag. Das "Yeah Yeah Yeah" hat nach wie vor was aber ansonsten nervt das total. Auch ohne Mundharmonika.

I want to hold your hand
Ich: Oh, das ist mein absolutes Lieblingsstück, denn hier klatschen sie so toll. Ich finde ja Stücke, in denen geklatscht wird oft besser als Stücke, in denen beispielsweise nicht geklatscht wird. Ich versuch mal gerade, dazu zu tanzen.
J: Doof!
Ich: Aber tanzen geht. Am besten, wenn man so den Oberkörper nach links und rechts bewegt. Und den Kopf auch.
J: Doof!

Can´t buy me love
Ich: Eines meiner absoluten Lieblingslieder. Ich mag den diamond ring, von dem Paul singt.
J: Da möchte ich gleich mit der unausweichlichen Frage kommen: Welcher ist dein Lieblings-Beatle?
Ich: John. Auf jeden Fall. Die anderen drei sind ja ganz nett aber John...
J: Ja, klar. Ich mag die ja alle nicht.
Ich: Och! Und das Lied auch nicht, oder?
J: Nein.

A hard day´s night
Ich: Ich muss dazu einfach tanzen.
J: Ich würde gerne zum nächsten Stück weiter...

Ich versuche Jörg zu zeigen, wie man am besten zu A hard day´s night tanzen kann. Wir wackeln beide rum.

I feel fine
Ich: Toller Effekt am Anfang. Ist das der Bass oder eine Gitarre, die da reingefadet wird?
J: Davon mal abgesehen ist das ein doofes Stück, das haben zu diesem Zeitpunkt tausend andere Beatbands besser gemacht. Das ist echt nicht meine Zeit.
Ich: Aber I feel fine ist doch ein schönes statement. Und da sind auch wieder die diamond rings aus Can´t buy me love. Die müssen in den sechziger Jahren echt was hergemacht haben.

Eight days a week
Ich: Das finde ich jetzt aber auch ein bisschen lahm aber an einer Stelle singt John ganz toll, so als würde er verzweifeln. Eher zum Ende hin. Da leiert er so. Das finde ich gut. Das hat er bestimmt während der Aufnahme improvisiert. Der war ja eher so ein Austester. Die konnten ja ihre Instrumente im Schlaf spielen. Oh, da war gerade die Stelle.
J: Das Gute ist, dass wir die Möglichkeit haben Beatles-Platten im Schlaf zu spielen.

Ticket to ride
Ich: Also dagegen kann ja nun wirklich niemand was sagen. Das ist mein absolutes Lieblingsstück. Der tolle Beat, dieses vertrackte Getrommele von Ringo wie traurig das alles ist, also der Text.
J: Ja, das finde ich auch ganz gut.
Ich: Ich mag ja die Version von den Carpenters, diese abgewandelte Version, in der Karen halt singt: He´s got a ticket to ride. Das spricht mich ja viel mehr an, als diese, und das ist mein einziger Kritikpunkt an den Beatles, ewigen Liebesbekundungen an irgendwelche Frauen. Das find ich auch so toll an den sechziger Jahren, dass die ganzen Hits von Motown zum Beispiel immer in zwei Versionen rausgekommen sind. Mal von Frauen gesungen und dann wieder von einem Mann. Oder sie lassen das he und she ganz weg wie bei You can´t hurry love von den Supremes.
J: Du kannst doch nicht die Beatles dafür kritisieren, dass sie Lieder für Frauen machen.
Ich: Doch. Als Homosexueller darf ich das.

Wir nehmen noch einige Getränke zu uns, ich tanze ein wenig zu Ticket to ride, das auf repeat läuft. Jörg geht kurz auf Toilette.

Help!
Ich: Super. John meint das ernst. Nostalgie, wie später in Penny Lane von Paul. Aber da ist John schon viel weiter mit den Erdbeerfeldern.
J: Help! find ich auch gut.

Wir wippen anerkennend mit den Füßen. Singen sogar leise beim Refrain mit. Die Stimmung wird langsam lockerer.

J: Ich glaube, jetzt fängt die Zeit an, mit der ich was anfangen kann, wobei Help! da eine Schwelle dartellt. Es ist gut aber noch nicht ganz so gut wie die Sachen von 1966.

Wir wippen weiter anerkennend und hören Help! noch zwei Mal auf repeat.

Yesterday
Ich: Ein Freund von mir hat mal seine Freundin verlassen und dann bin ich zu der Freundin und habe ihr zugehört und im Hintergrund lief bestimmt sechs Stunden Yesterday. Ich kann zu diesem Lied absolut nicht tanzen. Das ist mir zu superlativ. Schon im ersten Jahr haben das drei Millionen andere Künstler gecovert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand auf der Welt dieses Stück nur einmal hört, also nur einmal, ohne es gleich noch mal zu spielen.
J: Ich bin ja der einzige, der diesen Yesterday-Mythos toll findet. Dass Paul die Melodie einfach mal so eingefallen ist, dass er es aber weggelegt hat, weil er dachte, die Melodie sei woandersher geklaut. Und dass er es erst scrambled eggs genannt hat. Aus einem unerfindlichen Grund find ich das toll.
Ich: Es ist vor allem so kurz. Heutzutage würden da ja alle ein Fünf-Minuten-Stück draus machen. Meat Loaf oder Metallica.
J: Eine Meat Loaf-Version von Yesterday würde ich gerne mal hören.

Day Tripper

Ich: Das finde ich doof.
J: Ich auch.

We can work it out
Ich: Positiv.
J: Ja. Aber mehr auch nicht. Zu schluffig, um...ach warte, jetzt kommt der Refrain, der is ja doch toll. Mist.
Ich: Den hatte ich auch, nicht vergessen aber nicht mit dem Stück in Erinnerung.
J: Wir könnten uns darauf einigen, dass der Refrain toll ist und der Rest zu schluffig.
Ich: Das könnten wir, wenn wir nur wollen.

Paperback writer
Ich: Auch nicht so der Hammer. Aber es muss ja ein Hit gewesen sein, wen es auf der CD ist.
J: Hier mag ich eigentlich auch nur den Paperback writer-Gesang. Sind die Beatles letzten Endes nur eine Refrain-Band?
Ich: Nein.

Ich wippe mittlerweile heftig mit dem Fuß, ein Zeichen dafür, dass es ein Tanzlied ist. Wir fragen uns, ob es heute noch professionelle Paperback writer gibt oder ob das die Autoren selber machen müssen und geraten in ein Streitgespräch darüber, ob Bielefeld gut ist oder nicht. Letztendlich hören wir mindestens 14 Mal Paperback writer.

Yellow Submarine
Ich: Bei aller Liebe, das ist Mist. Egal, ob das ein Kinderlied oder was auch immer ist. Das ist Mist.
J: Ich kann mich damit anfreunden, weil Ringo singt. Stell dir mal vor, das hätte George Harrison gesungen.
Ich: Früher dachte ich immer, diese Yellow Submarine sei bildlich gesprochen ein Sarg. Many more of them/ live next door. das ist doch Friedhof. oder?
J: Neiiiin.
Ich: Aber es ist und bleibt ein unschlagbarer Schunkel- und Mitgröhlsong. Das würde ich gerne mal in einer Version von Nelly Furtado hören oder George Michael.

Wir schunkeln und gröhlen ein wenig.

Eleanor Rigby
Ich: In einem Seminar haben wir mal über Eleanor Rigby gesprochen und darüber, dass das eine ganz einsame und traurige Person ist. Eine Teilnehmerin sagte daraufhin, dass sie das toll findet, dass so ein fröhlicher Popsong, der so fröhlich anfängt eigentlich von was Traurigem handelt. Da dachte ich: Ist die blöd? Die ersten Zeilen sind I look at all the lonely people. Das ist doch nun wirklich kein fröhlicher Anfang, vor allem wenn es so gesungen wird und dann dieser Streichereinsatz, dieses Kammermusikalische.
J: Das ist aber so. Die Beatles stehen für eine Fröhlichkeit, die ja in vielen Songs gar nicht da ist. Das ist ja nicht nur bei Eleanor Rigby so.

Penny Lane
Ich: Das ist ja diese unglaubliche Single auf der auch Strawberry Fields Forever drauf ist. Ich glaube, wenn ich die am Erscheinungstag in die Hände bekommen hätte, wäre ich wirklich ausgeflippt. Das sind zwei so unglaubliche Stücke, wobei ich als John-Fan leider nicht Strawberry...gut finde, sondern Pauls Penny Lane. Das hat mich immer gewurmt.
J: Stimmt. John ist musikalisch weiter. Paul schwelgt textlich, wie auch musikalisch in der Vergangenheit, macht aber den besseren Popsong draus.

All you need is love
Ich: Ja, schon nicht schlecht.
J: Mir zu lovy.

Wir schlagen in einem Beatlesbuch nach, was in All you need is love musikalisch alles zitiert wird. Eine ganze Menge.

Hello, Goodbye
Ich: Lahm.
J: Das ist ja seltsmerweise eines meiner Lieblingslieder. Wenn es so ein bisschen uptempo wird im Refrain.
Ich: Ich mag ja einfache Texte, ohne viel Rumgepose aber das finde ich schon verletzend einfach. Das würde ich gerne in einer Version von US 5 hören oder Tokio Hotel.
J: Tokio Hotel sind gar nicht so schlimm.
Ich: Ich mag Gustav. Der ist ganz süß. So kompakt. Schlagzeuger halt. Der knüppelt immer so richtig auf seine Felle.

Lady Madonna, Hey, Jude, Get back,
Ich: Die würde ich gerne in einem Abwasch machen. Die sind nämlich alle doof.
J: Einverstanden.

The ballad of John & Yoko
Ich: ich mag Yoko Ono.
J: Ich find die auch nicht so übel. Selbst, wenn die Schuld daran hat, dass sich die Band aufgelöst hat, find ich das ok, denn über kurz oder lang hätten die Beatles sich in die Haare bekommen. Das zeigen ja auch die Sticheleien in den siebziger Jahren, vor allem zwischen John und Paul. Vielleicht sollte man Yoko sogar dankbar sein.
Ich: Da stimme ich einfach mal zu. Danke, Yoko.

Something
Ich: Toll, aber Here comes the sun ist besser.
J: Die sind beide gleich gut. Ich bin allerdings dagegen, dass man George Harrison immer so als Unterdrückten darstellt. Ich glaube, wenn der noch andere tolle Stücke gehabt hätte, dann hätten John und Paul die auf die Platten gepackt. Weil ja immer gesagt wird: Jaha, der George hat aber Something und Here comes the sun geschrieben. Dafür haben John und Paul den Rest geschrieben.
Ich: Klar. Geh ich voll klar mit.

Come together, Let it be, The long and winding road
Ich: Zu hymnisch. Ein zu hymnisches Ende. Bis auf Long and winding road. Das find ich toll. Auch wegen Phil Spector.
J: Stimmt. Ich hätte mir auch ein ruhigeres Ende gewünscht.

Jetzt trinken wir noch ein paar Schnäppse und dann kann es auch losgehen. Nächstes mal beschäftigen wir uns mit dem Hüsker Dü-Backkatalog.

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PUNK SOUL LOVING BILL auf der Artists Unlimited Party. In Bielefeld. Am 21. Juni. Uhrzeit weiß ich noch nicht. //////////////////// HERR BROHM PRÄSENTIERT SARAH SCHMIDT. Am Freitag, den 27. Juni 2008. Um 20 Uhr im Lichtwerk in Bielefeld. Eintritt 8 Euro, erm. 7 Euro. //////////////////// PUNK SOUL LOVING BILL. Konzert auf dem diesjährigen Bielefelder CSD auf dem Siegfriedplatz. Am 16. August. ////////////////////// SACHA BROHM zu gast bei ZUCKERWORT & PEITSCHE. Am Diestag, den 19. August. 20 Uhr. Im Kulturpalast in Hannover. ////////////////////// SACHA BROHM zu Gast bei Hamburgs Lesebühne Längs. Am 25. September. Ab 20 Uhr. tbc. //////////////////////// SACHA BROHM bleibt in Hamburg. Am 26. September. Lesung im...wird noch bekanntgegeben. /////////////////////// SACHA BROHMS BUNTER GEBURTSTAGSABEND. Am Samstag, den 18.10.08 ab 20 Uhr. Im Filmhaus in Bielefeld. 5 Euro Eintritt. Musikalischer Gast: Stockholm. ///////////////////// SACHA BROHM zu Gast bei der Münsteraner Lesebühne DIE 2. Am 27. Oktober. Ab 20.30 Uhr. 3 Euro Eintritt. ///////////////////// SACHA BROHM zu Gast bei "Literatur überzeugt" in der Tuba in Paderborn. Am Sonntag, den 9. November. //////////////////// Ziemlich wahrscheinlich: SITZEN 73-Weihnachtslesung im Lichtwerk. Kurz vor dem 24.Dezember. //////////////////// GENAUERE ANGABEN ZU ALLEN TERMINEN UNTER DEM MENÜPUNKT: TERMINE

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